Interview mit Dominik Blunck

"Es macht Freude, sich mit Freunden zu engagieren"

Vor seiner Wahl in den ASB-Landesvorstand war Dominik Blunck bereits Mitglied der Landeskontrollkommission. Der 23-Jährige ist wissenschaftlicher Mitarbeiter (Doktorand) an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Career Day

Dominik Blunck engagiert sich schon seit vielen Jahren in unterschiedlichen Bereichen für die bayerischen Samariter. (Foto: Giulia Iannicelli/FAU)

Sie waren zunächst im Schulsanitätsdienst und später in der Arbeiter-Samariter-Jugend aktiv. Aus dieser Erfahrung heraus: Was muss der Verband tun, um junge Menschen zu gewinnen und dauerhaft für den ASB zu begeistern?  
Ich denke, wir als ASB müssen stärker zeigen, was uns ausmacht. Ich denke nicht, dass junge Menschen keine Lust auf soziales Engagement haben, das haben die Hochwasserkrise und Corona gezeigt. Vor allem zwei Dinge müssen wir in den Fokus bringen: Beim ASB ist für alle was dabei und man findet hier viele gute Freunde. Die Angebote und Möglichkeiten, sich beim ASB zu engagieren, sind so vielfältig, wie unsere Ehren- und Hauptamtlichen. Ob lockeres hin-und-wieder oder auch intensives Mitwirken im Vereinsleben und langfristig Verantwortung übernehmen – beim ASB ist alles dabei. Dauerhaft begeistert man junge Menschen dann automatisch, weil es Freude macht, sich mit seinen Freunden für eine gute Sache zu engagieren.
 
Welche Erfahrungswerte aus Ihrem Studium sowie Ihrem beruflichen Alltag können Sie in die Vorstandsarbeit beim Arbeiter-Samariter-Bund einbringen? 
Aus meinem Studium und meiner Ausbildung kann ich natürlich viel Kaufmännisches, aber auch z.B. Kenntnis über das Gesundheitswesen einbringen. Aus meinem beruflichen Alltag als wissenschaftlicher Mitarbeiter helfen mir vor allem das systematische und analytische Denken und die neuesten Erkenntnisse aus der Forschung und Wissenschaft. Zentral ist aber, dass sich die Fähigkeiten und Erfahrungen der Vorstandsmitglieder ergänzen, sodass wir breit aufgestellt sind. Und das schaffen wir auch sehr gut.
 
Für welche drei Eigenschaften, die den Verband treffend beschreiben, könnten die drei Buchstaben A, S und B noch stehen?  
ASB steht auch für Atemberaubend, Sympathisch, Belastbar.
 
Wo sehen Sie den ASB im Jahr 2025?  
Wir müssen alles daransetzen, dass wir neben der Bewältigung der Vergangenheit nicht den Anschluss an die Zukunft verpassen. Das heißt, den innerverbandlichen Austausch zu intensivieren und dadurch auch Neues zu wagen, zum Beispiel neue Zielgruppen ansprechen, die bisher noch nicht im Fokus standen. Insgesamt müssen wir uns als ASB erneuern und in einer modernen Gesellschaft positionieren. Voraussetzung für all das ist aber natürlich eine solide wirtschaftliche Basis.