Interview mit Dr. Gerhard Körner

„Ich sehe mich als Primus inter Pares“

Dr. Gerhard Körner aus Aschaffenburg ist seit Anfang März 2020 ASB-Landesvorsitzender. Er ist langjähriger Vorsitzender des ASB-Regionalverbandes Bayerischer Untermain mit Sitz in Aschaffenburg. Hauptberuflich arbeitet Körner als Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht

Dr. Gerhard Körner hat langjährige ASB-Erfahrung – und ist seit März 2020 Landesvorsitzender.

Der ASB Bayern verfügt über rund 186.000 Mitglieder und blickt auf eine über 100-jährige Geschichte zurück. Anfang März wurden Sie zum Landesvorsitzenden gewählt. Wie fühlt es sich an, an der Spitze eines solchen Verbandes zu stehen?
Ich sehe mich nicht als 1. Vorsitzender, sondern als „Primus inter Pares“, als erster unter Gleichen, der den ASB-Landesverband Bayern vertritt. Ich habe ganz schnell gemerkt, welche Verantwortung auf dem Landesvorstand liegt und ich begegne meiner Arbeit mit zunehmendem Respekt und spüre die berechtigte Erwartungshaltung. Ich stelle am Schriftverkehr fest, welche Leistungen die hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter des ASB, gerade jetzt im Zuge der Corona-Krise erbringen. Diese engagierten Mitarbeiter lassen mich aber zuversichtlich sein, den ASB Bayern in „ruhigeres Fahrwasser“ zu führen. Weil ich meine Kollegen aus dem Vorstand kenne, bin ich sicher, dass wir zusammen, dass der gesamte Vorstand, das leistet.

Welche Arbeitsschwerpunkte haben Sie sich gemeinsam mit Ihren Vorstandskollegen gesetzt?
Es gibt noch eine Reihe von Projekten, die abgearbeitet werden müssen. Einmal geht es um Probleme aus der Vergangenheit, die jetzt juristisch geklärt werden. Es geht um die Klärung der sogenannten weißen Kreise – also jene Regionen in Bayern, in denen wir zwar Mitglieder haben, aber über keine Strukturen verfügen. Und wir müssen dafür sorgen, dass der ASB Erlangen-Höchstadt nach der nun erfolgten Verabschiedung des Insolvenzplans wieder Mitglied des ASB Bayern wird.

Wo sehen Sie den ASB Bayern im Jahr 2025?
Mein Wunsch wäre es, das vielfach vorhandene Spezialwissen der einzelnen Regionalverbände zu fokussieren und untereinander dieses Wissen auszutauschen. Wir möchten in der Öffentlichkeit – also bayernweit – nicht nur als regionale Gliederung wahrgenommen werden, sondern als „der ASB“. Mein Ziel ist es, dass bei einer Umfrage in einer beliebigen Fußgängerzone, der ASB als Hilfsorganisation bekannt ist. Der ASB soll ein fester Ansprechpartner sein, denn nur dann können wir unser Motto „Wir helfen hier und jetzt“ auch wirklich mit Leben füllen.